Beginnend mit einer Heiligen Messe und Weihung des Kreuzes in „Haus Baues“ sowie anschließender Prozession zur Lindenstraße 171, wurde im Jahr 1945 der Kindergarten St. Anna feierlich eingeweiht. Dort befanden sich im Erdgeschoß zwei Räume mit Küche, im Anbau eine Garderobe, Waschgelegenheiten und Toiletten. Es gab zu dieser Zeit Plätze für 60 Kinder.
Trotz einiger Einsprüche weniger Nachbarn und auf Initiative von 31 Eltern, konnte im Oktober 1979 mit dem Neubau an der Annastraße 25 begonnen werden. Am 13.06.1980 fand der Umzug in den neuen Kindergarten statt, indem nun die Kinder in zwei Gruppen betreut werden konnten. 1990 wurde das zehnjährige Bestehen des Kindergartens festlich gefeiert.
In den 90er-Jahren startete das damalige Kindergartenteam mit einer Veränderung der Konzeption, weg von einem „klassischen Regelkindergarten“ mit zwei festen Gruppen, hin zu einem „offenen Haus“. Es vollzog sich über viele Jahre ein stetiger Entwicklungsprozess, der sich immer an den Bedürfnissen der einzelnen Kinder und ihren individuellen Lebenswelten orientierte und in enger Zusammenarbeit mit der Elternschaft stand. Zu dieser Zeit hatte der Kindergarten St. Anna mit dieser Pädagogik eine „Vorreiterrolle“ in Mönchengladbach inne. Es fanden hier viele Hospitationen von Fachschulen statt, um den Studierenden und auch dem Lehrpersonal einen Einblick in die „offene Pädagogik“ zu ermöglichen.
2005 wurde das 25-jährige Bestehen des Kindergartens mit einem großen Fest gefeiert. Nach einem Leitungswechsel wurde die Konzeption geändert und die alten Stammgruppen wieder eingerichtet.
Zum 01.01.2008 erfolgte die Übertragung der Einrichtung auf die pro multis gGmbH, womit der weitere Weg für die Zukunft des Bestehens des Kindergartens gesichert war. Zeitgleich trat das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft.
Das pädagogische Konzept der KiTa, basierend auf dem Wissen, dass Bildung in erster Linie Selbstbildung ist und Kinder nur über konkrete Erfahrungen lernen, wurde überdacht und weiterentwickelt. Beginnend mit „dem Öffnen der Gruppenraumtüren“, der Schaffung und Gestaltung immer neuer Räume für Kinder, der Einführung eines täglichen großen Frühstücksbuffet, der Installation des Morgenkreises, der einen festen Bestandteil im Tagesablauf darstellt, und unter Berücksichtigung der vielen Ideen der Kinder, die in die tägliche Arbeit mit einfließen, wurde die „offene Pädagogik“ erneut entwickelt. Diese wird stetig reflektiert und orientiert sich an den Bedürfnissen und Entwicklungen der einzelnen Kinder.
Im Sommer 2015 wurde das Dach der KiTa saniert. Es folgte im Sommer 2016 eine aufwändige Sanierung des Eingangsbereiches, der Küche und der Turnhalle. Um die „Offene Pädagogik der Achtsamkeit“ noch intensiver leben zu können, wurden in den Jahren 2019 und 2022 weitere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Alle Waschräume wurden vollständig saniert, ein Wickelraum neu geschaffen, Schallschutzverkleidungen installiert, die Beleuchtung erneuert und ein neuer Boden verlegt. Versehen mit einem hellen Anstrich ist unsere KiTa nun fast wie neu und kleine wie große Menschen fühlen sich hier sehr wohl.