Die Geschichte der Kindertagesstätte St. Aloysius begann im Arbeiterhaus von Franz Brandts an der Rudolfstraße. Dort kümmerten sich seit dem 14. Mai 1905 die Schwestern der armen Dienstmägde Christi um die Pflege von Kindern. Im Anschluss daran bestand von 1915 bis 1937 eine sogenannte „Bewahrschule für Kinder“ im Rathaus Waldhausen auf der Nicodemstraße. Nachdem diese Gruppe aufgegeben werden musste, wurde am 03. Februar 1938 ein katholischer Kindergarten an der Rudolfstraße eröffnet, der bis 1973 ebenfalls von Schwestern geführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt übernahm die Pfarre St. Peter Waldhausen die Trägerschaft des Kindergartens St. Aloysius.
Mitte der 70er-Jahre entsprach das Gebäude nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen, so dass im Garten des Stifts (heutiges TAK) das neue Gebäude für den Kindergarten in Memoriam Franz Brandts errichtet wurde.
Im Jahr 2007 fusionierten dann die katholischen Kirchengemeinden St. Peter Waldhausen und St. Anna Windberg zur Katholischen Kirchengemeinde St. Anna Mönchengladbach-Windberg. Am 01.01.2008 erfolgte die Übertragung auf die pro multis gGmbH – eine für den Fortbestand der Einrichtung immens wichtige Entscheidung, wie man heute weiß. Zur gleichen Zeit trat das neue Kinderbildungsgesetz („KiBiz“) in Kraft.
Die pädagogische Arbeit der Einrichtung orientiert sich an der Einzigartigkeit eines jeden Kindes und ermöglicht individuelle Voraussetzungen für Bildungsprozesse. Sie baut auf verlässliche, tragfähige Beziehungen und ist geprägt von Empathie, Humor und Herzlichkeit. Der Schwerpunkt im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich wurde durch eine intensive Mitarbeiterfortbildung im Jahr 2009 eingeführt und setzt sich bis heute fort. Die jährlichen Forschertage für die Familien der KiTa sind seitdem fester Bestandteil im Jahresplan.
Als Voraussetzung für die Aufnahme von sechs U3-Kindern wurde im Sommer 2012 eine Umbau- und Sanierungsmaßnahme durchgeführt. Es wurde ein Ruheraum („Kuschel-Muschel-Zimmer“) errichtet, ein Wickelraum installiert, neues Mobiliar angeschafft und auch die Sanitäranlagen wurden entsprechend erneuert. Durch den gesellschaftlichen Wandel war zudem ein erhöhter Bedarf an Plätzen für Kinder unter zwei Jahren gegeben. Die Einrichtung hatte gute Voraussetzungen für diese Gruppenform. Weitere Umbau- und Sanierungsarbeiten sowie altersspezifische Materialbeschaffungen und Raumgestaltungen folgten, so dass im Jahr 2014 zehn U3-Kinder aufgenommen werden konnten.
Mit der Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit haben sich auch die Räumlichkeiten unserer Einrichtung stetig verändert. Im Laufe der Jahre wurden Räume geöffnet, Bereiche neugestaltet und das Raumkonzept kontinuierlich an die Bedürfnisse der Kinder angepasst.
Ausgehend von unserem Leitbild und dem Konzept der offenen Pädagogik der Achtsamkeit entstand die aktuelle Lernumgebung 2026, die den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Entdecken, Forschen, Bewegen, kreativen Gestalten und gemeinsamen Spielen bietet. Unsere offenen Bildungs- und Funktionsbereiche unterstützen die Kinder dabei, ihren Interessen nachzugehen, selbstbestimmt zu handeln und ihre individuellen Fähigkeiten zu entfalten.
Die Entwicklung unserer Einrichtung zeigt, dass wir Bewährtes bewahren und gleichzeitig offen für Veränderungen bleiben.